Gesundheitsförderung

Das Wichtigste in Kürze:
  • Gesundheitsvorsorge will günstige und gesunde Lebensumstände erhalten, schaffen und stärken.
  • Ungünstige, krankmachende Risiken sollen dadurch vermindert und / oder beseitigt werden.
  • Die Gesundheitsförderung und -vorsorge zielt auf die Stärkung gesundheitserhaltender Ressourcen, wie zum Beispiel der Schaffung gesunder Lebenswelten sowie der Entwicklung und Erweiterung persönlicher Kompetenzen ab.
  • Gesundheit hat viele Dimensionen. Entsprechend viele Möglichkeiten gibt es für jeden Menschen, diese zu schützen und zu stärken.

Gesundheit ist vielschichtig und sehr persönlich. Zunächst mag man an die Abwesenheit von Krankheit oder Beschwerden denken. In Anlehnung an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bedeutet Gesundheit darüber hinaus auch ein umfassendes Wohlbefinden in körperlicher, psychischer, sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht. Genannte Faktoren  sind zum Teil beeinflussbar.

Während etwa die erbliche Veranlagung eines Menschen vorgegeben ist, können Umweltfaktoren, wie zum Beispiel die Luft- und Wasserqualität oder das berufliche Umfeld aktiv verändert werden. Ebenso haben sozioökonomische Faktoren (Bildungsgrad, Einkommen, Arbeitslosigkeit) einen wesentlichen Einfluss auf das Wohlergehen eines Menschen. Für jeden Einzelnen besteht die individuelle Möglichkeit, Krankheiten durch eine eigenverantwortlich gestaltete gesundheitsförderliche Lebensweise wirksam vorzubeugen. Die individuellen Gesundheitschancen hängen also nicht nur von einer qualitativ hochwertigen Versorgung im Krankheitsfall, sondern auch von möglichst frühzeitig eingesetzten Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention ab.

Gesundheitsförderung und Prävention sind bereits im Kindesalter von hoher Bedeutung. Hier werden entscheidende Weichen für ein gesundes Aufwachsen und eine gesunde Entwicklung gestellt. Es ist daher wichtig, bereits im Elementarbereich, das heißt in vorschulischen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen, die Themen Gesundheit, Bewegung und Prävention im Blick zu behalten.

 

 

Folgende Projekte werden kontinuierlich durchgeführt:

Projekt “SunPass – Gesunder Sonnenspaß für Kinder”

Informationen zur Projekterweiterung “Spielen im Schatten der Bäume” finden Sie unter https://gesundheitsregion.plus/sun-pass-praeventionsprojekt-baumpflanzaktion 

Die noch empfindlich Haut der Kinder braucht einen besonderen UV-Schutz.

Von unserem Präventionsprojekt SUN PASS, das in Kooperation mit der bayerischen Krebsgesellschaft e.V. durchgeführt wird, profitieren mittlerweile ca. 1600 Kinder in 19 teilnehmende Kindereinrichtungen.

Bei der Durchführung des Projektes erfolgt eine Schulung für Erzieherinnen und Eltern, durch eine ärztliche Expertin. Die Kinder lernen durch Nachahmung der Erwachsenen und auf spielerische Weise,  einen “gesunden Sonnenspass”. Die angebotenen Maßnahmen des Projektes, wie zum Beispiel das Achten auf Eincremen, Tragen einer Kopfbedeckung und die Verfügbarkeit der Schattenplätze, heben den Sonnenschutz ins Bewusstsein aller Beteiligten.

Teilnehmende Einrichtungen, welche die Punkte der Sonnenschutzvereinbarung von SunPass umsetzen, erhalten die Auszeichnungsurkunde „SunPass – Kindergarten“. 

Sonne ist lebensnotwendig! Das Sonnenlicht stärkt unser Immunsystem und macht allen Menschen gute Stimmung. Die Botenstoffe (Neurotransmitter Dopamin), welche für die Bildung von Glückshormone zuständig sind, werden auf Trab gebracht und ganz nebenbei sorgt die Sonne auch für unsere Vitamin D Bildung und dadurch, vor allem bei Kindern, für ein kräftiges Knochenwachstum.

„Allein die Dosis macht das Gift!“ 

Ziel der Projektinhalte, sind nicht die Vermeidung der Sonne, sondern die Vermeidung des SonnenBRANDES.

Zu viel UV-Strahlung kann die Haut bleibend schädigen und ist krebserregend. Kinder sind dabei besonders gefährdet, da ihre Hautentwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.

Als Erwachsene tragen wir die Verantwortung dafür, unseren Kindern möglichst frühzeitig beizubringen, sich richtig vor zu viel Sonneneinstrahlung zu schützen. Heute verbringen die Mädchen und Jungen häufig einen Großteil des Tages in der Kindertagesstätte, wodurch die Sonnenschutzverantwortung zunehmend in den Aufgabenbereich des pädagogischen Personals rückt.

Das SUN PASS Projekt der Gesundheitsregion Stadt und Landkreis Hof wurde von der European Skin Cancer Foundation (ESCF) 2009 ins Leben gerufen und hat sich mittlerweile mit folgenden Kindereinrichtungen gut etabliert:

Kindertagesstätte Große Au in Gattendorf,      AWO Kindergarten in Helmbrechts, 

Kindergarten der Christuskirche in Hof,      Evang. Montessori KiTa Christopherus in Issigau,

Kindergarten, -krippe und -hort in Köditz,     KiTa Sonnenhügel in Leupoldsgrün,

Montessori Kinderhaus in Münchberg,      Evang. Kindergarten in Münchberg,

AWO Kindergarten in Münchberg,     Kindergarten St. Joseph in Rehau,

Kinderhort in Rehau,    Pestalozzi Kinderhort in Rehau, 

Kinderhort Kunsthaus in Rehau,  Evang. Kindertagesstätte in Berg,

Evang. Kindergarten und -krippe in Bad Steben,     Evang. Kindergarten in Marlesreuth,

Evang. Kindergarten “Haus des Kindes” in Schwarzenbach a. d. Saale,   

KiTA “Wichtelland” in Köditz,  Evang. Kindergarten ” Regenbogenland” in Tauperlitz. 

Projekt „ADI + ADINE“

Übergewicht / Adipositas ist ein weit verbreitetes Problem aus dem zahlreiche Folgeerkrankungen hervorgehen können.
Das Präventionsprojekt ADI & ADINE vermittelt den Kindern bereits im frühen Grundschulalter (es werden in den Schulen alle Kinder erreicht) einen gesunden Lebensstil, welcher von günstiger Ernährung, ausreichender Bewegung und sinnvoller Freizeitgestaltung geprägt ist. Durch das Einbeziehen der Pädagogen sowie der Elternschaft, werden diese Schwerpunktthemen in das öffentliche Bewusstsein gehoben und bestenfalls in den Familien gelebt.
Sekundär trägt das Projekt einen großen positiven Beitrag zur gesellschaftlichen Gesundheitsentwicklung im Hofer Land bei.

Projektinformationen:

Wer kann mitmachen? Das Projekt richtet sich an alle Grund- und Förderschulen im Hofer Land.  Die Teilnahme ist kostenlos.

Ausgangssituation:
Die deutsche Adipositasgesellschaft (DAG) wies bereits 2015 in der Ärztezeitung darauf hin, dass 7% der Kinder und fast jeder dritte Erwachsene hierzulande von Übergewicht betroffen sind. Um zu verhindern, dass „Deutschland immer dicker“ wird, riefen damals Ärzte nach neuen Gesetzen zu diesem Themenbereich auf. Der Präsident der DAG Professor M. Wabitsch bezeichnete dies als ein gesellschaftliches Problem, zu dessen Lösung gesellschaftliche Maßnahmen nötig sind. Die Interventionen sollen das Risiko der Spätfolgen, wie zum Beispiel Zivilisationserkrankungen (Diabetes mellitus Typ II, Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc.) minimieren und damit einhergehende Kosten senken.

Darüber hinaus sind übergewichtige Kinder und Jugendliche häufig dem Spott gleichaltriger ausgesetzt. Sie leiden unter Ausgrenzungsreaktionen der Umwelt sowie deren Vorurteile. Die dadurch zusätzlich hervorgerufene psychische Komponente erhöht die „Krankheitslast“;  „gesunde Lebensjahre“ gehen dabei verloren. Ein so entstandenes negatives Selbstbild setzt sich meist  bis ins Erwachsenenalter fort und hat häufig negative Auswirkungen für das Berufsleben.
Adipositas ist also reich an möglichen, lebenslänglichen und häufig  chronischen Folgeerscheinungen im physischen wie psychischen Bereich und belastet somit das Gesundheitssystem enorm mit direkten und indirekten Kosten.

Projektziele:
Mit seinen Maßnahmen rückt ADI & ADINE den Themenbereich Übergewicht und Adipositas in den gesellschaftlichen Focus und reduziert somit die Prävalenz sowie die zunehmende Verbreitung der Krankheit.

Ein weiteres Ziel ist die Förderung des Wohlbefindens bei Kindern und Erwachsenen durch ein gesundes Körpergewicht. Dieses soll durch Bewegungs- und Ernährungsberatung in Theorie und Praxis erreicht werden.

Darüber hinaus bieten die beiden fiktiven Figuren aus der Broschüre ADI & ADINE Identifikationsmöglichkeiten für die Kinder und stärken deren Selbstbewusstsein.

Maßnahmen und Inhalte des Projektes werden von den Kindern mitbestimmt, wodurch sich die Motivation sowie der eigene Selbstwert erhöht.

Eine leichtere Integration in die Gesellschaft – Schulklasse (der Kinder)- wird durch ein angepasstes Körpergewicht möglich.

Spätfolgen, wie (Zivilisations-) Krankheiten, werden minimiert.
Ausstieg aus dem „Circulus vitiosus“ der psychosozialen Folgen wird erleichtert.

Insgesamt werden durch die gesteigerte Zivilisationsgesundheit gesamtgesellschaftliche Kosten eingespart.

Primäre Zielgruppen:
Kinder der Grund- und Förderschulen des Hofer Landes.
Sekundäre Zielgruppen: Eltern, Familien und Umfeld der Kinder. Pädagogen der teilnehmenden Schulen und deren Umfeld.

Projektbeschreibung:
ADI & ADINE wurde im Jahr 2017 ins Leben gerufen und erfreut sich seitdem an 6 teilnehmenden Schulen sowie zunehmender Nachfrage von weiteren Interessenten.

Das Projekt rückt das Thema Übergewicht und / oder Adipositas in der Gesellschaft, insbesondere bei Pädagogen, Kindern sowie deren Eltern in den Focus und fördert spielerisch, durch Präventivmaßnahmen, ein individuell angepasstes Körpergewicht.

Externe Experten (Diätassistenten, Übungsleiter aus dem Bewegungsbereich) referieren in eigens dafür eingerichteten Unterrichtseinheiten zu diesem Thema (in Praxis und Theorie) und optimieren somit einen gesunden Lebensstil bei den Zielgruppen.

Elternabende mit medizinischen Fachvorträgen runden das Angebot ab.

Begleitend wurde darüber hinaus eine Broschüre entwickelt bzw. befindet sich in stetiger Erweiterung, welche den Kindern altersgerechte Wege (Möglichkeiten) vermittelt, sich gesund zu ernähren und mit Freude zu bewegen. Spielerisch wird so erlebt, ganz von selber, dass Bewegung Spaß macht und so ein individuell günstiges Körpergewicht erreicht werden kann.
Die beiden Protagonisten ADI & ADINE aus dem Heft geben ideale Identifikationsfiguren – auch interkulturell- ab. Einzelne Erfolgserlebnisse der Kinder können im Heft visuell dargestellt werden und wirken so, als einen Art Tagebuchfunktion, motivierend.

Außerdem kann das neu erworbene Wissen mittels dem kleinen Buch „ADI & ADINE“ von den Lehrkräften in die Schulstunden integriert und dort gefestigt werden.

Hier ein Blick ins Buch:

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Projektstruktur und -inhalte:
Auftaktveranstaltung für neu teilnehmende Schulen.
Teilnehmer: Landrat, BM der Gemeinden, Schüler der neuen Klassen, Schulleitung, Klassenlehrerin, Vertreter des Elternbeirates, Vertreter des Staatliches Schulamtes, Vertreter der Krankenkassen, Vertreter weiterer Sponsoren, Akteure (Kindersportschule KISS, AOK – Bayern, Direktion Hof), Fachexperten (Ärzte), Gesundheitsregion Stadt und Landkreis Hof.

Projekt wird von den verschiedenen Akteuren / Experten beleuchtet und den Teilnehmern vorgestellt.

Bewegungspädagogen:
Konzeptinhalte (werden individuell angepasst und kontinuierlich erweitert):
1. – 3. Klasse Kinderyoga + Abenteuer in der Turnhalle
4. Klasse Kooperations- und Teamspiele New Games

Diätassistenten: Konzeptinhalte:

1. Klasse – Rund um das gesunde Frühstück + Pausenbrot

2- Klasse – Wo kommen unsere Pommes her?
3. Klasse – Themenbereich Zucker
4. Klasse: Themenbereich Gemüse

Begleitend erhält jedes Kind zum Projektbeginn die Broschüre ADI & ADINE, welche, wie oben beschrieben, im Unterricht von den Lehrkräften verwendet wird und das erworbene Wissen festigt.

Der Projektverlauf wird mittels kleinem Test (vor Projektbeginn und im Anschluss) zur Qualitätssicherung evaluiert und reflektiert.

Projektteam / Kooperationen:
Die Projektsteuerung obliegt der Gesundheitsregion Plus Stadt und Landkreis Hof.

Kooperationspartner: Kindersportschule Hochfranken (KISS), AOK Bayern – Direktion Hof, Allgemeinmediziner informieren durch Fachvorträge, Vertreter des Staatlichen Schulamtes, Lehrer aus den jeweiligen Klassen, Elternvertreter, Ärzte,

Sponsoren:
AOK Bayern –  Direktion Hof,
Lions Club – Naila Frankenwald
Regionale Ärztenetze: UGHO, ÄGH

Teilnehmende Schulen im Hofer Land:
Grundschule Naila ,
Otto-Knopf-Grundschule in Helmbrechts,
Grundschule in Tauperlitz,
Grundschule in Berg,
Hofecker Grundschule in Hof mit

Außenstelle der Grundschule in Köditz.

Weitere Schulen können gerne in s Projekt einsteigen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Projekt „Männergesundheit“ 

Wir bieten allen interessierten Männern (und Frauen, Kollegen, Freunden, Nachbarn etc.) zu diesem Themenbereich eine Vortragsreihe an. Die aktuellen Informationen dazu, sind unter
https://gesundheitsregion.plus/maennergesundheit-27-10-2021
zu entnehmen.  Während der Pandemiezeiten finden unsere Vortrag online statt!  

Männer haben keine Angst, können enorm viel leisten und werden nie krank. Zumindest scheinen viele Männer das zu denken, denn um ihre Gesundheit kümmern sie sich wenig bis kaum. 

Das hat Folgen: Sie sterben statistisch gesehen fünf Jahre früher als Frauen. Auch nutzen sie den Vorsorgekatalog der Krankenkassen in der Regel deutlich weniger als weibliche Versicherte. 

Zum Beispiel geht weniger als die Hälfte aller Männer (40%) in Deutschland regelmäßig zur Krebsvorsorge. Zum Vergleich: Bei Frauen liegt die Quote bei 67,2%. Das hat das Robert-Koch-Institut im Rahmen der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) zwischen 2008 und 2011 festgestellt. 

Andere Präventionsangebote der gesetzlichen Krankenkassen erreichen Männer ebenfalls kaum. Der GKV Spitzenverband zählte 2010 in seinen Gesundheitskursen 24% Männer. Der Frauenanteil lag dagegen bei 76%. 

Männergesundheit umfasst die Dimension von Gesundheit, Krankheit und Wohlbefinden für alle Männer in allen Altersgruppen. Gesundheit ist physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden. In einer Balance von Risiko- und Schutzfaktoren unterliegt diese  der individuellen, partnerschaftlichen sowie kollektiven Verantwortung. 

Als Schutzfaktoren wirken ein gesunder und achtsamer Lebensstil, Akzeptanz der eigenen Stärken, aber auch Schwächen als Mann, Sinnerfahrung und Lebensfreude, soziale Unter-stützung und Anerkennung. Die Risiko- und Schutzfaktoren sind besonders bei Männern, in Abhängigkeit von Bildung, Herkunft, Einkommen und beruflicher Stellung ungleich verteilt. Deshalb brauchen  gesundheitliche Probleme (insbesondere die der Männer), im gesamten Lebenslauf besonderer Präventions- und Versorgungsangebote.