Gesundheitsförderung

Die Gesundheitsförderung der Gesundheitsregion Plus Stadt und Landkreis Hof entwickelt Maßnahmen und Aktivitäten, zur Vorsorge, Erhaltung, Steigerung und Stärkung der Gesundheit und des Wohlbefindens aller Bürgerinnen und Bürger. Ziel ist, ein gesundheitsförderliches Verhalten in den Focus zu rücken und eventuell „alte Verhaltensmuster“ zu überdenken und / oder zu ändern. 

Folgende Projekte werden kontinuierlich durchgeführt: 

Impfschutz

Die Gesundheitsregion Plus versendet eine Impfübersicht für Kinder- und Jugendliche bis zum 17. Lebensjahr, welche jährlich aktualisiert wird, um an alle Kindergärten und -horte im Hofer Land verteilt zu werden.

Projekt „SunPass – Gesunder Sonnenspaß für Kinder“

SunPass ist ein Präventivprojekt, in  Kooperation mit der bayerischen Krebsgesesllschaft e.V., zum Thema Sonnenspaß mit Sonnenschutz, das in Kindergärten durchgeführt wird. Die noch empfindliche Haut der Kinder braucht besonderen UV-Schutz. Bei der Durchführung des Projektes erfolgt eine Schulung für Erzieherinnen, Eltern sowie auf spielerische Weise, der Kinder. Einrichtungen, welche die Punkte der Sonnenschutzvereinbarung von SunPass umsetzen, erhalten die Auszeichnungsurkunde „SunPass – Kindergarten“. Derzeit werden 19 Einrichtungen im Landkreis und Stadt Hof mit insgesamt über 1600 Kindern betreut.

Projekt „ADI + ADINE“

Angesichts der steigenden Zahlen überwichtiger Kinder, soll dieser Entwicklung entgegengewirkt und damit die vielfachen Zivilisationskrankheiten reduziert werden. Ernährungsgewohnheiten werden verändert und Bewegungsmuster optimiert. Das Selbstverständnis für die eigene Körperwahrnehmung und das Wohlfühlen stehen dabei im Vordergrund. Wir wissen, jedes Kind hat Stärken und Schwächen. Es gibt
schnelle, langsame, dicke oder dünne Kinder. Unsere Kinder haben Abneigungen und Vorlieben, welche herausgefunden und maximal genutzt werden.

Projektinformationen:

Wer kann mitmachen? Das Projekt richtet sich an die Klassen der Grundschulen im Landkreis Hof. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wie funktioniert das Projekt? Adi und Adine begleiten die Grundschüler auf dem Weg im Kampf gegen Adipositas hin zu einem gesunden Lebensstil. Einfach, verständlich und spielerisch lernen die beiden mehr über bewusste Ernährung und Freude an Bewegung, für Schule und Freizeit.  Zur Wissensvermittlung erhalten die Kinder ein Buch mit beispielhaften Anwendungen sowie integrierter Tagebuchfunktion zur Selbstreflexion. Als Anreiz warten viele aufregende Aktionen mit tollen Belohnungen!

Warum Adi und Adine? Kinder wollen die Welt retten. Sie wünschen sich Superkräfte, die sie für das Gute einsetzen können. Mit Hilfe der zwei Protagonisten identifizieren sich die Kinder mit dem Projekt und können selbst zu Superhelden werden. Die aktive Mitbestimmung der Inhalte und Maßnahmen steigert zudem die persönliche Motivation und Bereitschaft Superkräfte zu aktivieren.

Bestenfalls werden die Kinder von ihren Eltern durch motivierende Vorbilder unterstützt.

Ernährung
In Zusammenarbeit mit den Grundschullehrern führen Ernährungsberater und Ärzte an das Thema einer ausgewogenen Ernährung heran. Gemeinsam frühstücken, über die Herkunft der Lebensmittel sprechen und monatliche Themen, rund um ein bewusstes Essverhalten, vermitteln Ihren Kindern, dass Essen nicht nur sättigt, sondern auch im Einklang mit der Gesundheit steht. Unsere Spezialisten sprechen über ausgewogene Mahlzeiten. Die Kinder erhalten für ein gesundes Pausenbrot einen Stern für ihr Tagebuch.

Bewegung Ob Kinder Yoga, Seilhüpfen, Ball spielen oder Wettlaufen, auch Superhelden müssen regelmäßig trainieren, um noch stärker und schneller zu werden. Für eine ausreichende Bewegung werden kleinere Sportübungen in den Unterricht eingebunden. Auch hierfür erhalten die Schüler Belohnungssticker.

Bewegung erhöht nachweislich die Konzentration und verbessert somit schulischen Erfolg.

Beispielhafte Anwendungen zu den Themenfeldern Ernährung und Bewegung befinden sich im Tagebuch und können eigenständig umgesetzt werden.

Gesundheitsförderung und Prävention werden nicht mehr als isolierte Zusatzaufgabe, sondern als integrierter Bestandteil des Bildungs- und Erziehungsauftrags anerkannt. Eine erfolgreiche Umsetzung ist nur möglich, wenn sich Kinder, Lehrkräfte und Eltern auf das Projekt einlassen und motiviert mitwirken!

Projekt „Schwimmen“

Hintergrund des Projektes „Schwimmkurs für Grundschüler“ ist die dramatische Entwicklung der letzten Jahre: Wie eine Analyse der Gesundheitsregion Plus Stadt und Landkreis Hof in Zusammenarbeit mit dem Schulamt Hof belegt, verfügen  immer weniger Kinder (aktuell 1302 Kinder im Landkreis Hof) über ausreichende Schwimmfähigkeiten.

Dabei sollten Kinder so früh wie möglich Schwimmen lernen. Nicht nur, dass es Kindern Spaß macht, so dient es vor allem der Sicherheit. Jeder Besuch im Freibad wird zur Gefahr, wenn das Kind nicht schwimmen kann.

Die Vermittlung der Schwimmfähigkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Neben Schulen und den Vereinen sind vor allem die Eltern gefordert. Nicht alle Eltern nehmen diese Aufgabe wahr, wodurch den Schulen eine besondere Verantwortung zukommt.

Das Projekt „Schwimmkurse für Grundschüler“ bietet  Maßnahmen, um dieser Situation entgegenzusteuern. Einer der wesentlichen Punkte ist die Ausbildung von Lehrkräften an den Grundschulen zu Schwimmlehrern.

Beim Schulamt Hof haben sich über 20 Lehrkräfte gemeldet, welche die dafür notwendigen Seminare und Lehrgänge besuchen wollen.

Unter der fachlichen Leitung der Laspo (Bayerische Landesstelle für den Schulsport) gibt es ein entsprechendes Weiterbildungsangebot.

Projekt „Männergesundheit“ 

Männergesundheit umfasst die Dimension von Gesundheit, Krankheit und Wohlbefinden für alle Männer in allen Altersgruppen. Gesundheit ist physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden. In einer Balance von Risiko- und Schutzfaktoren unterliegt diese  der individuellen, partnerschaftlichen sowie kollektiven Verantwortung. 

Als Schutzfaktoren wirken ein gesunder und achtsamer Lebensstil, Akzeptanz der eigenen Stärken, aber auch Schwächen als Mann, Sinnerfahrung und Lebensfreude, soziale Unter-stützung und Anerkennung. Die Risiko- und Schutzfaktoren sind besonders bei Männern in Abhängigkeit von Bildung, Herkunft, Einkommen und beruflicher Stellung ungleich verteilt. Deshalb bedürfen  gesundheitlichen Probleme der Männer im gesamten Lebenslauf besonderer Präventions- und Versorgungsangebote, die größtenteils noch zu entwickeln sind. 

Männer haben keine Angst, können enorm viel leisten und werden nie krank. Zumindest scheinen viele Männer das zu denken, denn um ihre Gesundheit kümmern sie sich kaum. 

Das hat Folgen: Sie sterben statistisch gesehen fünf Jahre früher als Frauen. Auch nutzen sie den Vorsorgekatalog der Krankenkassen in der Regel deutlich weniger als weibliche Versicherte. 

Zum Beispiel geht weniger als die Hälfte aller Männer (40%) in Deutschland regelmäßig zur Krebsvorsorge. Zum Vergleich: Bei Frauen liegt die Quote bei 67,2%. Das hat das Robert-Koch-Institut im Rahmen der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) zwischen 2008 und 2011 festgestellt. 

Andere Präventionsangebote der gesetzlichen Krankenkassen erreichen Männer ebenfalls kaum. Der GKV Spitzenverband zählte 2010 in seinen Gesundheitskursen 24% Männer. Der Frauenanteil lag dagegen bei 76%.