„Männergesundheit“, Vortragsreihe, am  11.11.2020, 

für alle interessierte Bürger und Bürgerinnen

17.30 -19.00 Uhr, VHS-Hofer Land,

Ludwigstr. 7,

95028 Hof  

Während Frauengesundheit schon seit längerem ein fester Begriff im medizinischen Bereich sowie speziell bei der Gesundheitsselbsthilfe ist, wird „Männergesundheit“ erst seit wenigen Jahren und auch nur nach und nach von den Akteuren ins Blickfeld gerückt. 

> Männer sind über alle Altersstufen hinweg stärker von Übergewicht betroffen als Frauen. 

> Männer sind häufiger von chronischen Lungenerkrankungen betroffen. 

> Männer haben eine größere Suizidrate als Frauen; wobei das Risiko mit zunehmenden Lebensalter ansteigt. 

> Die allgemeine Lebenserwartung lt. statistischem Bundesamt von Frauen (83,5 Jahre) und Männern (78,5 Jahre) steigt seit Jahrzehnten an und trotzdem ist die der Männer aktuell um 5 Jahre geringer als die der Frauen. 

Über die rein medizinische Betrachtung hinaus gibt es die Möglichkeit den Begriff „Männergesundheit“ weiter zu fassen und auf gesunde Verhaltensweisen, wie zum Beispiel konstruktive Lebensführung, Risikoverhalten, Vorsorgeuntersuchungen etc. sowie soziale Rahmenbedingungen (Erziehung, „Männerbild“ in der Öffentlichkeit, Berufstätigkeit, Selbsthilfe etc.) auszuweiten. 

Hinzu kommt die Frage, inwieweit neben der objektiven Feststellung einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, diese auch subjektiv wahrgenommen wird? Werden Gesundheit und Wohlbefinden von Männern und Frauen gleich intensiv erlebt? 

Generell bestehen bezüglich Gesundheitszustand unterschiedliche Bedürfnisse und Vorrausetzungen. Hinzu kommen soziale Unterschiede hinsichtlich der jeweiligen Rolle in Familie, Gesellschaft und Institution. Zu den sozialgesellschaftlichen Aspekten zählen beispielsweise die Berufswahl, der Arbeitsplatz, Vorbilder, Prägungen, Werte und Normen aus der eigenen Erziehung sowie Herkunftsfamilie. 

Männer verbinden mit Gesundheit häufig Leistungsfähigkeit und Abwesenheit von Krankheit; Frauen hingegen definieren sie eher als Wohlbefinden. Männer kommunizieren diesen Themenbereich meist rational mit Logik und Verstand. Es ist wichtig, diese Tatsache wahrzunehmen und ohne Wertung zu akzeptieren. Ein weiterer Aspekt sind die psychischen Erkrankungen bei Männern. Die Ursachen dafür liegen häufig am Leistungs- und Erfolgsdruck sowie an Machtstrukturen in der Arbeitswelt bzw. den damit verbundenen gesellschaftlichen Vorstellungen (Mann als Ernährer). Können diese Vorstellungen nicht mehr erfüllt werden, macht sich dies häufig psychisch bemerkbar. 

Gesundheit ist KEIN statischer, sondern dynamischer Zustand, welcher durch eigene Handlungen beeinflussbar ist. Hierzu möchte die Gesundheitsregion Plus Stadt und Landkreis Hof mit dieser Veranstaltung einen kleinen Beitrag leisten. Vielleicht motiviert sie den ein oder anderen Mann besser und gesünder für sich selbst zu sorgen.

Please wait while flipbook is loading. For more related info, FAQs and issues please refer to DearFlip WordPress Flipbook Plugin Help documentation.