Medizinische Versorgung

Das Wichtigste in Kürze

  • In Bayern leben zunehmend ältere und hochbetagte Menschen.
  • Dieser allgemeine demographische Wandel bringt es mit sich, dass gerade ländliche Regionen “überaltern” und die Fachkräftenachwuchsregelung im ärztlichen sowie im medizinischen Bereich zur Herausforderung wird. 
  • Die Sicherstellung einer flächendeckenden, hochwertigen und möglichst wohnortnahen medizinischen Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger ist dem Landkreis Hof ein besonderes Anliegen. 
  • Ziele des Handlungsfeldes Versorgung
  • Nachhaltige Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Hofer Land durch Maßnahmenpakete zur Ärztenachwuchsgewinnung.

  • Fach- und altersübergreifende Vernetzung von Ärzten.

  • Begleitung der in eine mögliche Niederlassung.

  • Erhaltung und Ausweitung der schon vorhandenen, sektorenübergreifenden Vernetzungsstrukturen im Bereich der Gesundheitsvorsorge.

Ausgangslage – Bestands- und Bedarfsanalyse

Der allgemeine demographische Wandel in Bayern sowie die Urbanisierung haben zur Folge, dass ländliche Regionen überaltern. Die Berechnungen für Bayern prophezeien bis zum Jahr 2035 eine schwindende Bevölkerungsdichte um 12%. Am stärksten davon sind die nordöstlichen Areale Hof mit seinen Nachbarlandkreisen, betroffen. Der Anteil der Bürgerinnen und Bürger über 65 Jahren liegt im Landkreis Hof derzeit bei > 25%, der Anteil der Menschen mit Schwerbehinderung bei 10,5% deutlich über dem des bayerischen Landesdurchschnitts.

Noch praktizieren im Hofer Landkreis ausreichend viele Hazusärzte. Da es jedoch künftig ein Mehr an immobilen Patienten geben wird, steigen die Bedarfe in der medizinischen Versorgung.
Während fertige, junge Mediziner gerne in die Ballungszentren strömen, liegt das Durchschnittsalter der hiesigen Hausärzte bei ca. 60 Jahren. Das heißt, in unserer Region, werden sich in den kommenden 5 – 10 Jahren, über 50 niedergelassene Mediziner aus selbigem Fachgebiet in den Ruhestand verabschieden. Diese freien Arztsitze durch möglichst vollständige Nachbesetzung zu erhalten, ist ein Schwerpunktthema der Gesundheitsregionen Plus im Handlungsfeld Versorgung. Der mit diesen Entwicklungen einhergehende (Fach) Ärztemangel, stellt eine große Herausforderung dar.

Die Zahlen zeigen, dass unsere Region „überaltert“. “Für die Bürgerinnen und Bürger des Hofer Landes muss die ärztliche  Versorgung eine Selbstverständlichkeit bleiben.” Das Stipendienprogramm ist deshalb ein wichtiger Schritt, um auf den aktuellen Trend zu reagieren und Weichen für die Zukunft zu stellen”, so Landrat Dr. Oliver  Bär

Die Bedarfsplanung der kassenärztlichen Vereinigung berechnet 2019, bezüglich der Altersstruktur der Hausärzte, folgende Zahlen für die regionalen Planungsgebiete:

Maßnahmenpaket zur Ärztenachwuchsgewinnung:

Um einer drohenden medizinischen Unterversorgung entgegenzuwirken, schnürt der Landkreis Hof ein Maßnahmenpaket: Projekte , wie zum Beispiel das Stipendienprogramm für Medizinstudierende  https://gesundheitsregion.plus/hof-braucht-helden.de 

sowie das Superhelden Wochenende 2021 https://gesundheitsregion.plus/superheldenwochenende 

zur Präsentation von regionalen Karriere- sowie Freizeitmöglichkeiten etc., sollen unter anderem, zur Fachkräftenachwuchsgewinnung im Hofer Land beitragen.

Mit dem Stipendienprogramm www.hofbrauchthelden.de fördert der Landkreis Hof Medizinstudierende bis zu 25.000 €, die sich für das Arbeiten und Leben in unserer Region verpflichten.

Die erste Medizinstudierende des Förderprogrammes, Frau Bartsch,  hat sich dazu entschieden, nach Ihrem erfolgreich abgeschlossenen Medizinstudium, eine Facharztausbildung zur  Allgemeinmedizinerin oder Internistin im Hofer Land zu absolvieren und danach in unserer Region hausärztlich tätig zu sein. Frau Bartsch studiert bereits im siebten Semester an der Universität Jena. Durch ein Praktikum in einer hausärztlichen Praxis im Hofer Land, wurde sie auf das Stipendium aufmerksam 

“Die Gewissheit, als Hausärztin in der Region  wirklich gebraucht zu werden und die brennende Leidenschaft für die Medizin, waren die Motivation, mich für das Stipendium zu bewerben”.   Damit ist F. Bartsch “eine der Hoffnungen für unsere Region”, wie Landrat Dr. Oliver Bär sie nennt.  

Darüber hinaus weisen wir auf die “sensationell kostenlose Wochenendeinladung” für Medizinstudenten hin. Von Freitag bis Sonntag zeigen wir  vielseitige Karriere- und Freizeitmöglichkeiten im Hofer Land.

Es lohnt sich, hier zu leben und zu arbeiten!

Stipendienprogramm

Du studierst –  der Landkreis Hof finanziert!
Viele Ärzte, unterschiedlichster Fachrichtungen, kümmern sich bereits hochmotiviert um die Bürgerinnen und Bürger des Hofer Landes.

Um diese medizinische Versorgung, insbesondere im hausärztlichen Bereich, nachhaltig künftig sicherzustellen, fördert der Landkreis Hof Studierende mit einer Gesamtunterstützung von maximal  von 25.200 € / Student.

Wir unterstützen ab dem ersten Studienjahr bis zur Approbation (maximal 60 Monate). DU schließt im Anschluss an Dein Studium eine Facharztausbildung für Allgemeinmedizin oder  innere Medizin im Hofer Land  ab.
Die Vorteile dabei sind, neben Standortsicherheit und der Strukturierung Deiner Weiterbildungsmodulen, eine intensive Begleitung von  niedergelassenen Allgemeinmedizinern.
Wir freuen uns auf Dich.

Weitere Informationen findest Du in unserer Broschüre:

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und brandaktuell in unserem neuen Video Clip:

Bewirb Dich für ein Medizinstipendium: www.hofbrauchthelden.de

SUPERHELDENWOCHENENDE

Ein weiteres Modul zur nachhaltigen  Ärztenachwuchssicherung ist das Superheldenwochenende. 

Studierende aller Hochschulen der Humanmedizin, werden vom Landkreis Hof zu einem erlebnisreichen, kostenfreien Wochenende in das Hofer Land eingeladen. Die angehenden Mediziner können sich bei spannenden Führungen durch verschiedene ärztliche Praxen ein Bild über moderne Tätigkeits- und Kooperationsformen in unserer reizvollen Region machen. Darüber hinaus präsentieren sich die Kliniken Hochfranken  und das Sana Klinikum. Den Studierenden werden dabei vielseitige Möglichkeiten angeboten, bereits erworbene Fähigkeiten praktisch auszuprobieren (etwa am Ultraschall in einer Hausarztpraxis, im Herzkathederlabor des Klinikums Hochfranken Naila oder der robotisch assistierten Urologie des Sana Klinikums Hof.

Das Projekt, in dieser Form einzigartig, wird so gut angenommen, dass die begrenzten Teilnehmerplätze schon nach kurzer Zeit restlos ausgebucht waren. Weitere Infos dazu und Impressionen finden Sie unter https://gesundheitsregion.plus/superheldenwochenende